FOCUSING

Eugene T. Gendlin (1926 – 2017) entwickelte auf der Basis der humanistisch, personenzentrierten Psychotherapie das Focusing aus der Erfahrung heraus, dass der Körper eine eigene phänomenologische Sprache hat. Menschen, die erfolgreich mit Krisen und Problemen umgehen, haben eine Selbstwahrnehmung, bei der sie ihr inneres Körpererleben und diffuse Körpergefühle für eine Lösung miteinbeziehen.
Mit den Focusing Schritten wendet man sich achtsam und wertschätzend diesem Körpererleben zu, welches sich in jeder Lebenssituation und bei alltäglichen Themen zeigt. Mit dieser Zuwendung und dem Erforschen der Körpersprache, dem impliziten Wissen (Felt-Sense) kann Klarheit aus einer zuvor diffusen Wahrnehmung entstehen. Es ergeben sich mögliche Erklärungen, neue Perspektiven und Ansatzpunkte für weitere Bewegungs- und Entwicklungsschritte.

Focusing ist einfach erlernbar und kann im alltäglichen Leben für sich selbst angewendet werden. Durch die Begleitung einer ausgebildeten Focusing Begleitung kommt die fokussierende Person näher an den Bereich, der gerne aufgrund von eigenen Mustern, angelernten Verhaltensweisen oder blinden Flecken umgangen wird.

 

PEP ®

PEP steht für Prozess- und Embodimentorientierte Psychologie und wurde von Dr. Michael Bohne seit der Jahrhundertwende (2000) ent- und stetig weiterentwickelt. Aus den Klopftechniken (wie EFT, Emotional Freedom Technik) und anderen körperbezogenen Methoden wie der Kinesiologie entstand eine strukturierte und komplexreduzierte Diagnositk- und Interventionsarchitekur für die Anwendung in Coaching, Psychotherapie, Traumatherapie und Stressmedizin. In der PEP finden sich Bestandteile aus den Klopftechniken der energetischen Psychologie und anderer nützlichen psychodynamischer, verhaltenstherapeutischer, hypnotherapeutischen und systemisch-transgenerationaler Diagnose- und Interventionsstrategien.

Die Aufmerksamkeit liegt auf dys-/parafunktionalen Emotionen und ebensolchen Beziehungsmustern und deren Kognitionen.
Die negativen dys-/parafunktionalen Emotionen werden mittels Klopfen auf Körperpunkten „verstört“. Die dys-/parafunktionalen Beziehungsmuster werden mittels einer Selbststärkungsübung, Verzeihübung (bei Selbstvorwürfen) und „Verantwortung beim andern Belassen Übung (bei Fremdvorwürfen) und gleichzeitiger Stimulation eines Körperpunktes transformiert.

Zur Diagnostik werden auf neurobiologischer Ebene sowohl emotionsverarbeitende Netzwerke (z.B. limbisches System, Amygdala) als auch kognitionsverarbeitende Netzwerke (z.B. präfrontaler Kortex) einbezogen. Der Blick geht nicht auf ein lokales, isoliertes sondern auf ein vernetztes Geschehen.
Angesprochen werden die parafunktionalen (also störende und blockierende) Emotionen und parafunktionale Beziehungsmuster zu sich und/oder anderen (Lösungsblockaden, einschränkende Glaubenssätze und Gedanken). Auf der Ebene der Interventionen werden also gleichzeitig Körperpunkte beklopft (multisensorische Intervention) und Selbststärkungsaffirmationen entwickelt. Diese Prozess- und Embodimentfokussierte Vorgehensweise führt zur Selbstregulation und Selbstberuhigung, stärkt die Selbstwirksamkeitserfahrung und dient der Selbstfürsorge
(Bohne, M.: Workbook, Reader / Bohne, M. (2022): Psychotherapie und Coaching mit PEP. Prozess- und embodimentfokussierte Psychologie. Carl-Auer, Heidelberg)

Focusing und PEP® sind geeignet zur

  • Klärung, Zielsetzung, Entscheidung und Entfaltung in Coaching und Supervisionsprozessen
  • Selbsthilfe, Selbstklärung und Entscheidungsfindung im Alltag
  • Unterstützung für die Bewältigung jeder Art der Fragestellungen aus dem persönlichen und beruflichen Kontext
  • Unterstützung und Vertiefung bei psychotherapeutische Prozessen
  • Bearbeitung und Auflösung von Blockaden, Stresssituationen, Ambivalenzen, Versagensängsten

Focusing kann als Sequenz in den Coaching- oder Supervisionsprozess einbezogen werden.
PEP® wird als strukturierte Vorgehensweise in einem in sich geschlossenen Prozess durchlaufen. 

THOMAS ALBIEZ | KÖRPERschafft begleitet Sie integrativ, ganzheitlich, körperzentriert

 

KLÄRUNG

Sie blicken klar auf Ihre aktuelle Situation, Ihre Fragestellung und haben Verständnis für sich und Ihre Umwelt.

ZIELSETZUNG

Sie kennen Ihr Ziel und können es konkret beschreiben.

 

 

ENTSCHEIDUNG

Sie haben die Wahl und kennen Ihre Handlungsoptionen für Ihren Weg zur Zielerreichung.

ENTFALTUNG

Sie entfalten Ihre Ressourcen, Ihren Handlungsspielraum zu mehr Selbstwirksamkeit für das gesetzte Ziel.

Headerbild: Im Schwarzwald (Fotographie Thomas Albiez)

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